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Geschichte der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands im Bistum Münster

Die Wurzeln der kfd reichen bis ins vorige Jahrhundert. In Frankreich kam es Mitte des 19. Jahrhunderts zur Bildung von Gebetsgemeinschaften christlicher Mütter.
Wilhelm Emanuel von Ketteler, von 1850 bis 1877 Bischof von Mainz, regte an, nach dem französischen Vorbild in den Gemeinden seines Bistums Müttervereine zu gründen.
Zu den religiösen Zielen der Müttervereine kommt vor allem die Sorge um eine christliche Erziehung der Kinder hinzu. 1916 schließen sich Jungfrauen- und Müttervereine im Bistum Münster auf Diözesanebene zusammen. Dies geschieht mitten im 1. Weltkrieg, der auch den Alltag von Frauen einschneidend verändert. In den Fabriken, vor allem in der Munitions- und Rüstungsindustrie, müssen sie die Männer ersetzen, um das Überleben ihrer Familien zu sichern. In den Gemeinden kommen katholische Frauen zusammen, um gemeinsam zu beten und die Angst um die Männer im Krieg und um ihre Kinder nicht allein ertragen zu müssen. Obwohl 1939 der "Zentralverband der Frauen- und Müttervereine" von den Nationalsozialisten verboten und die Zentralstelle in Düsseldorf aufgelöst wird, geht die Arbeit in den örtlichen Müttervereinen weiter.
Die veränderte Situation von Frauen in den fünfziger Jahren forderte von allen Müttervereinen, deren Schwerpunkt im Religiösen lag, sich auszuweiten zu umfassenderen Bildungsgemeinschaften mit einem immer breiter aufgefächerten Programm. Es sollten auch jungverheiratete, ledige, berufstätige kinderlose Frauen Zugang zu den Gemeinschaften erhalten. So kam es zur Namensänderung des Verbandes in „Frauen-und Müttergemeinschaft“ und schließlich in „Katholische Frauengemeinschaft Deutschland“. Die gestiegenen Erwartungen von Frauen an Kirche und Gesellschaft und ihr wachsendes Bedürfnis nach Mitwirkung als gleichberechtigte Mitglieder ihrer Kirche löste Überlegungen aus, wie die kfd diesem neuen Selbstverständnis von Frauen gerecht werden könnte. Es wurden 1979, 1987 und 1993 Grundsatzprogramme formuliert, die Antworten auf die Herausforderungen der Zeit aufzuzeigen versuchen.
Seit 1956 beten Frauengemeinschaften im Bistum Münster in ihren Dekanaten um Frieden. Die Erinnerungen an den II. Weltkrieg waren 1956 noch sehr lebendig. Damals lebten in Deutschland über 3 Millionen Witwen und viele Mütter, deren 27 Söhne gefallen sind. Die Frauen fühlten sich daher besonders mit den Frauen solidarisch, deren Länder zu dieser Zeit von Kriegen betroffen waren. Neuerdings gab es keine Vorstände mehr sondern Teams, wobei jedes Teammitglied gleichberechtigt und verantwortlich mit seinen eigenen Fähigkeiten in der Leitung mitarbeitet. Viele Christen und Christinnen verlassen ihre Kirche, weil sie dort keine Heimat finden, sich nicht angenommen und aufgehoben fühlen. Eine große Aufgabe unseres Verbandes ist es, Gemeinschaftsfähigkeit und Verstehen zu üben und ein Zuhause zu schaffen für Suchende. Seit dem 1. Januar 2007 ist der kfd Diözesanverband Münster zu einem eingetragenen Verein geworden.

Auf den folgenden Seiten nun ein Bericht zu jeder kfd.
Im Verlaufe des Jahres weren in der linken Navigation auch Rückschauen auf Ereignisse, seien es Fahrten, Aktionen, Generalversammlungen aufgeführt.