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Pastoralplan mit großer Mehrheit beschlossen

Pfarreirat und Kirchenvorstand haben sich auf Eckpunkte für die Weiterentwicklung der Pfarrei festgelegt

  • Wie soll sich unsere Pfarrei in den nächsten zehn Jahren weiter entwickeln?
  • Welche Schwerpunkte wollen wir setzen?
  • Was können wir lassen?
  • Wie kann ein realistischer Plan für unsere Finanzen, Einrichtungen und Gebäude aussehen?
  • Seit Sommer 2016 haben sich der Pfarreirat, der Kirchenvorstand und das Seelsorgeteam intensiv mit der Erstellung eines lokalen Pastoralplanes für unsere Pfarrei beschäftigt und dabei Antworten auf diese Fragen gesucht. Immer wieder konnten sich Mitglieder unserer Pfarrei an diesem Denkprozess beteiligen: Bei Gesprächen mit Gruppen und Verbänden im letzten Winter, bei einer Postkartenaktion und bei einer Pfarrversammlung am 23. März. Am Sonntag, dem 5. November 2017, haben die Gremien der Pfarrei die wichtigsten Aspekte des Pastoralplanes im Rahmen einer Pfarrversammlung vorgestellt. Insgesamt 350 Gemeindemitglieder konnten sich einen ersten Überblick über die Ideen für die Zukunft der Pfarrei verschaffen und Rückmeldungen geben. Am 7. November 2017 haben der Pfarreirat und der Kirchenvorstand den Pastoralplan mit großer Mehrheit beschlossen und damit die Eckpunkte für die Entwicklung unserer Pfarrei festgelegt.

Visionssatz

"Das Evangelium motiviert uns, gemeinsam mit anderen das Zusammenleben der Menschen in Rhede mitzugestalten." Dieser Satz beschreibt zum einen, was bereits in unserer Pfarrei gelebt wird. Denn auf vielfältige Weise prägen Angebote unserer Pfarrei das Leben in Rhede mit: Z. B. erfahren viele Menschen zu freudigen und traurigen Anlässen, dass die Kirche die Geburt eines Kindes, eine Hochzeit, ein Schützenfest, die Eröffnung einer neuen Einrichtung, aber auch den Tod eines geliebten Menschen begleitet. Darüber hinaus ermöglichen über 1000 Ehrenamtliche, dass Menschen unterschiedlichen Alters im Kontext der Kirche Gemeinschaft erfahren können. Nicht zuletzt tragen unsere sechs Kitas, unsere Büchereien und unsere Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zu einer lebenswerten Stadtkultur in Rhede bei. Auch in Zukunft möchte die Pfarrei St. Gudula Verantwortung für ein gutes Zusammenleben in unserer Stadt übernehmen und arbeitet dazu gerne mit allen zusammen, die dieses Interesse teilen.

Pastorale Schwerpunkte

    Insgesamt 15 Arbeitsfelder sind in dem Pastoralplan umrissen, die in den nächsten zehn Jahren von besonderer Bedeutung sein sollen und in denen sich die Pfarrei weiter entwickeln möchte:
  1. 1. Zusammenwirken aller Getauften in der Pfarrei Seelsorgepersonal und alle Getauften tragen gemeinsam Verantwortung für die Seelsorge in der Pfarrei. Sie werden motiviert und qualifiziert, damit sie zusammen dem Glauben an Jesus Christus ein Gesicht geben können.
  2. Kirchliche Gemeinschaftsbildung und Präsenz im öffentlichen Leben
    Die Pfarrei bietet Möglichkeiten, dass sich kirchlich Interessierte zu Gemeinschaften sammeln. Außerdem nimmt sie die Sendung ernst, auf Personen zuzugehen, die nicht von den bisherigen Angeboten der Pastoral erreicht werden.
  3. Lebensorte des Glaubens
    In der Pfarrei werden Lebensorte des Glaubens identifiziert, die sich daran orientieren, wo sich Menschen in Rhede bewegen.
  4. Liturgie
    In der Pfarrei werden Gottesdienste gefeiert, die sich an den unterschiedlichen religiösen Bedürfnissen von Menschen ausrichten und in denen erfahrbar wird, dass Liturgie und Leben in Verbindung stehen.
  5. Kirchenmusik
    Unterschiedliche Formen der Kirchenmusik tragen in der Pfarrei dazu bei, dass Menschen Gottes Nähe erleben, Gemeinschaft erfahren und ihre Begabungen in die Pfarrei einbringen können.
  6. Katechese und Glaubensvertiefung
    In der Pfarrei werden Angebote der Sakramenten-Katechese weiter entwickelt und neue Möglichkeiten der Glaubensvertiefung angeboten.
  7. Kinder- und Jugendpastoral
    In der Kinder- und Jugendpastoral werden bisherige Angebote weiter entwickelt und neue Wege ausprobiert.
  8. Schulpastoral
    Die Pfarrei möchte das Zusammenleben in den Schulen in Rhede mitgestalten. Dazu wird gemeinsam mit Verantwortlichen der Schulen geklärt, wie das Angebot der Pfarrei aussehen kann.
  9. Familienpastoral
    In der Pfarrei werden Angebote für Familien inhaltlich profiliert und ausgebaut.
  10. Seniorenpastoral
    In der Pfarrei wird eine Konzeption für die pastorale Begleitung von Senioren erarbeitet.
  11. Ökumene mit der evangelischen Gemeinde in Rhede
    Die ökumenische Verbundenheit mit der evangelischen Gemeinde in Rhede bleibt in ihrer Vielschichtigkeit und Intensität bestehen.
  12. Caritas
    In der Pfarrei werden differenzierte Angebote für Bedürftige in Rhede gemacht.
  13. Verantwortung für Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung
    Im Sinne des Leitgedankens "Global denken - lokal handeln" übernimmt die Pfarrei in den Themenfeldern "Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung" Verantwortung für die Welt in Gebet, Verkündigung und Handeln.
  14. Kontakt zu Gruppierungen und Institutionen in Rhede
    Die Pfarrei möchte gemeinsam mit anderen Gesellschaft prägenden Gruppierungen und Institutionen das Zusammenleben der Menschen in Rhede mitgestalten.
  15. Öffentlichkeitsarbeit
    Die Öffentlichkeitsarbeit der Pfarrei bekommt durch eine Grundkonzeption eine abgestimmte Ausrichtung. Als erstes werden die Felder "Liturgie" und "Kirchenmusik" in Angriff genommen. Dabei stehen dann folgende Fragen im Vordergrund:
    • Wie können wir in unseren Gottesdiensten besser berücksichtigen, dass Menschen sehr unterschiedlichen religiöse Bedürfnisse und verschiedene Zugänge zum Glauben haben?
    • Wie kann es gelingen, dass Besucher unser Kirchen und Gottesdienste die Erfahrung machen, dass der Glaube etwas mit ihrem Leben zu tun hat?
    Zusätzlich zu der Einladung, Angebote der Pfarrei wahrzunehmen und in Kirchen oder Pfarrheime zu kommen, soll immer wieder auch der Versuch gestartet werden, dort hinzugehen, wo Menschen in Rhede ihre Zeit verbringen. Bei Aktionen zu den Kar- und Ostertagen, am Klumpensonntag und beim Wintermärchen rund um die Gudula-Kirche konnten in dieser Hinsicht schon ermutigende Erfahren gesammelt werden.

Kirchengebäude

    Eine besonders tief greifende Entscheidung besteht in dem Beschluss, für die Kirche Zur Heiligen Familie eine andere Nutzung zu suchen. Den Mitgliedern unserer Gremien ist sehr bewusst, dass dieser Entschluss viele Mitglieder unserer Pfarrei auch traurig macht - weil sie in dieser Kirche eine Heimat gefunden haben und wichtige Glaubenserfahrungen mit diesem Raum verbinden.
    Gleichzeitig müssen wir uns gemeinsam eingestehen, dass wir auf Dauer unsere vier Kirchengebäude nicht mit Leben füllen können. Denn Menschen gehen deutlich weniger in Gottesdienste als noch in den 60-er Jahren, als im ganzen Bistum Münster viele neue Kirchen gebaut wurden. Außerdem werden rückläufige Priesterzahlen auch in Rhede dazu führen, dass im Seelsorgeteam bald weniger Hauptberufliche zur Verfügung stehen werden.

    Die Mitglieder unserer Gremien möchten darum frühzeitig nach einer guten Weiternutzung für die Kirche Zur Heiligen Familie suchen und haben klare Kriterien dazu formuliert:

  1. Die Kirche soll als Gebäude erhalten bleiben.
  2. Jede andere Nutzung durch einen anderen Träger soll dazu dienen, dass Menschen Gemeinschaft erfahren können (z.B. soziale Einrichtung wie Altenheim, Hospiz, o.ä.).
  3. Schön wäre, wenn sich ein kirchlicher Partner findet.
  4. Ideal wäre, wenn dieser für seine Einrichtung auch eine Kapelle plant. Bis eine andere Nutzung für die Kirche Zur Heiligen Familie gefunden wurde, wird sie wie bisher von der Pfarrei als Gottesdienstraum offen gehalten.

Mit dem Pastoralplan ist der Wunsch verbunden, gesellschaftliche Veränderungen ernst zu nehmen und unter neuen Bedingungen eine Glaubensgemeinschaft mit einer positiven Ausstrahlung zu bleiben.
Darum sind alle Mitglieder unserer Pfarrei dazu eingeladen, den Veränderungsprozess mitzugestalten, der im Pastoralplan eine Ausrichtung gefunden hat. In den nächsten Monaten werden noch viele Möglichkeiten entwickelt, wie Interessierte an der Umsetzung von Ideen aus dem Pastoralplanes mitwirken können.

Der lokale Pastoralplan wird als Gesamttext veröffentlicht,

sobald das Bistum Rückmeldungen gegeben hat und diese eingearbeitet wurden.

Voraussichtlich wird dies Anfang 2018 der Fall sein.