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Kirchort St. Pius Krechting
Der Kirchort St. Pius setzt sich zusammen aus den drei südlichen Rheder Stadtteilen Krechting, Krommert und Büngern.
  • Büngern: 1.281,56 Hektar mit ca. 260 Einwohnern
  • Krechting: 162,08 Hektar mit ca. 1880 Einwohnern
  • Krommert: 2.213,52 Hektar mit ca. 680 Einwohnern
Krechting ist städtisch geprägt, die Stadtteile Krommert und Büngern landwirtschaftlich. Im folgenden werden wir neben ein kurzen Darstellung der Kirche und Ihrer Geschichte, charakteristisches und wissenswertes zu den drei Ortsteilen, die den Kirchort St. Pius prägen, aufzuführen.

Kirche St. Pius
In der Chronik zur 50 jährigen Weihe der St. Pius Kirche wird beschrieben, das es eine 535 jährige Kirchengeschichte zu Krechting gibt.
1472 wird erstmalig eine Kapelle für Krechting urkundlich erwähnt.
1857 wird die Marienkapelle im Schloß Krechting gebaut und geweiht.
1957 kommt es dann unter der Leitung von Pater Johannes Lacks zum Bau und Einweihung der St. Piuskirche. Von nun an bestimmt sie die Geschicke der Gläubigen der drei Ortsteile Büngern, Krommert und Krechting.
Als 1982 mit Pastor Paul Lehmbrock ein neuer Priester nach Krechting kommt, wird die bis dahin von St. Gudula mitverwaltete Gemeinde, eigenständige Pfarre.
2007 zum 50.sten Geburtstag der Kirche und zum 25.jährigen Bestehen der Pfarre kommt das Ende der Eigenständigkeit.
Die Pfarre St. Pius wird mit den Pfarren St. Gudula und Zur Hl. Familie fusioniert zu Großgemeinde St. Gudula.
Aus St. Pius sind viele geistliche Berufungen hervorgegangen. Bezeichnend ist ein Bild vom Missionsfest 2001 mit 8 Priestern, von denen 4 aus der Gemeinde stammen (Norbert Weidemann fehlt).

Der Architekt Walter Kremer über sein Bauwerk:
"Die Kirche besteht aus drei organisch miteinander verbundenen Baukörpern: dem Kirchenschiff mit dem gewaltigen bäurischen Portalgiebel, dem Chorturm, der durch seine behäbige Form und sparsame Auflockerung der Fassaden so recht der bodenständigen westfälischen Bauweise entspricht, und dem Sakristeigebäude.
Durch das weithin einladende Hauptportal betritt man die niedrige Eingangshalle. Hier steht, in reiner Form aus edlem Marmor gehauen, der Taufstein- gleichsam den Eintritt in die Kirche symbolisierend. Das wohlproportionierte Kirchenschiff mit den seitlichen Bogennischen und der gewölbten Decke aus massiven Lärchenbalken vermittelt in Verbindung mit den kunstvoll verglasten Fenstern den Eindruck frommer Geborgenheit im Hause des Herrn.
Durch einen großen Triumphbogen ist das Kirchenschiff mit dem Chorraum verbunden. Die eigenwillige Gestaltung der Chordecke sowie die besondere Art der Lichtführung verleihen dem Chor die wünschenswerte Raumsteigerung. Die Wände sind ruhig und glatt gehalten, damit der Altar als Mittelpunkt des Gotteshauses, mit dem prunkvollen Tabernakel und dem edel gestalteten Kreuz darüber, nach Entwürfen von Hans Mennekes, ausgeführt durch Willi Polders, Kevelaer wirklich Augen und Herzen der Gläubigen auf sich vereinige."



Im folgenden einige Anmerkungen zu den einzelnen Kirchorten.
  • Krechting:

  • 1256 wurde Krechting als "Crethic" das erste mal erwähnt. Bestimmende Figuren im Leben der Krechtinger waren über Jahrhunderte die Besitzer des Hauses Krechting. Sogar Schützenfeste mussten von Ihnen genehmigt werden.
    Seit 1472 gab es in der Ortsschaft Krechting eine Kapelle. 1857 wurd sie dem Schloß angegliedert. 1957 unter der Leitung von Pater Johannes Lacks wurde dann die heutige Kirche erbaut die ab 1982 bis zur Fusion als Pfarrei fungiert.
    Die Erwerbssituation war im Laufe der Jahrhunderte einem ständigen Wandel unterworfen. Eine kleinteilige Gewerbestruktur wird mit Beginnn der Industralisierung durch Lohnarbeit vieler Krechtinger in Bocholt und Rhede abgelöst. Dies gilt auch heute noch.
    Durch Ausweisung von neuem Bauland hat sich die Einwohnerzahl von 1937 (417 Einwohnern) auf heute (1880 Einwohner) mehr als vervierfacht.
    In den letzten Jahrzehnten sind zwei Kindergärten, die Piusgrundschule, ein Fußballverein mit zwei Fußballplätze und ein neues Gewerbegebiet zum Orstbild von Krechting hinzugekommen.
    Das Vereinsleben der Krechtinger ist sehr rege und wird durch Fußball, Schützenfest, Feuerwehr und den Bürgerausschuß, der für Wurstaufhole, Missionfest, Martinszug u.a. verantworlich zeichnet, geprägt.

  • Krommert:

  • Krommert, der flächenmässig größte Teil der ehemaligen Pfarre, wurde erstmals im Jahre 1150 in den Heberegistern des Klosters Werden als "Crumbenhardt" erwähnt.
    Die Krommerter unter sich unterteilen Ihren Ortsteil in drei Nachbarschaften, die zugleich auch die Schützenvereine sind. Renzelhook im Norden an der Aa, Enckhook in der Mitte, und Ächtercrommert im Süden.
    Auch heute ist Krommert noch stark landwirtschaftlich geprägt, wobei der überwiegende Teil der 680 Einwohner heut zu Tage in Bocholt, Rhede und Borken seiner Arbeit nachgeht.
    Der Pferdesport, die Haltung und Unterbringung von Reittieren kennzeichnen vor allem den Renzelhook. Hier sind auch zwei Reitervereine beheimatet.
    Im Vereinsleben nehmen neben den Schützenvereinen vor allem der FOK (Förderverein Ortsmitte Krommert e.V.)eine bestimmende Position ein. In seiner Trägerschaft liegt ein Teil der ehemaligen Marienschule. Darüberhinaus unterhält er den Mehrzweckplatz und setzt sich für karnevalistische und kulturelle Förderung des Ortsteils ein.

  • Büngern:

  • Büngern mit seinen 260 Einwohnern ist nicht nur der kleinste Gemeindeteil der ehemaligen Pfarre St. Pius sondern auch Einwohnermässig der kleinste Stadtteil von Rhede.
    Der Spielberg, die höchste Erhebung Büngerns diente in Sachsenzeiten schon als "Spähburg" und als Versammlungsstätte, die urkundlich schon um 780 erwähnt wurde. In späteren Jahrhunderten wurde auf dem Spielberg ein Kreuz errichtet, das letztmalig 1950 erneuert wurde.
    Büngern war und ist es auch jetzt noch, stark landwirtschaftlich geprägt. Von den 33 Bauernhöfen der Gemeinde werden auch heute noch die Hälfte im Vollerwerb geführt.
    Nach der Schulreform 1968 wurde die alte Büngerner Schule zu einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung umgebaut. Mittlerweile arbeiten in der "Büngern Technik" 250 Beschäftigte.
    Der Schützenverein nimmt einen breiten Raum im Vereinsleben der Büngerner ein. Im Jahre 2005 holte der damalige Pastor der St. Pius Gemeinde, Christian Dieker, den Königstitel des Schützenvereines.
    Sämtliche Berichte sind eine Zusammenfassung der jeweiligen ortschronik aus der Chronik Sankt Pius 1957 - 2007:
    HRSG Pfarrgemeinde St. Pius Krechting 2007.
    Der Bericht zur Kirche stammt vom Erbauer Architekt Walter Kremer aus Duisburg und ist der ersten Festschrift von 1957 entnommen.