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Mit Wanderstab und Blasenpflaster
30 Firmlinge aus Rhede pilgerten auf dem Jakobsweg


Rhede (pbm/gun). "Es ist eine ungewohnte Art der Fortbewegung", berichtet der 15-Jährige Finn: "Ich habe mir auf dem Weg so einige Blasen geholt." 30 Jugendliche der Pfarrei St. Gudula aus Rhede haben sich mit einer fünftägigen Tour auf dem Jakobsweg auf ihre Firmung am Samstag, 6. Mai, vorbereitet. Ein unvergleichbares Erlebnis, waren sich am Ende Firmanden und Katecheten einig.
Mit reichlich Blasenpflastern, dem Pilgerpass und Wanderrucksäcken ausgestattet, ging es an die Mosel zu einem der schönsten Jakobswanderwege in Deutschland. Durch Weinberge und entlang der Moselschleifen folgten die Jugendlichen den Spuren des Jakobus' und machten sich dabei auf die Suche nach ihrem Glauben. Für Pastoralreferent Andre Bösing, verantwortlich für die Firmvorbereitung in St. Gudula und selbst schon den Jakobsweg in Spanien gegangen, ist die Idee, Firmung und Jakobsweg zu verbinden, gelungen: "Für die Jugendlichen sollte es eine Gelegenheit sein, Gemeinschaft und Glauben beim Gehen zu erleben." Nach kurzen Impulsen am Morgen, bei denen es um Themen wie Abschiednehmen, Loslassen und eigene Wege ging, machten sich die jungen Menschen auf. "Unterwegs kommen einem ganz neue Gedanken", erzählt Felix: "Ich habe mich mit meinen Mitläufern über den Glauben und unsere Lebensziele unterhalten." Die neuen Erfahrungen teilten die Jugendlichen am Abend in Reflexionsrunden miteinander.
Auch wenn Pilgern populär ist, mussten die Jugendlichen doch feststellen, dass in Deutschland die Infrastruktur noch nicht ausgereift ist. So nutzte die Gruppe als Pilgerherbergen leerstehende Pfarrhäuser, Pfarrheime und Sporthallen. Mit 38 Personen wurde es da manchmal eng und Duschzeiten mussten eingeteilt werden.
Eine Überraschung erlebten die Rheder beim ersten Stopp im Pfarrheim Alken. Nachdem die Gemeindemitglieder erfahren hatten, dass Gäste in ihrem Pfarrheim übernachteten, brachten sie Salate und Brote vorbei.
Nach fünf Tagen, an denen die Jugendlichen zwischen 15 und 20 Kilometern gelaufen waren, kam die Gruppe in der Marienburg im Bistum Trier an. In einem Gottesdienst brachten die jungen Pilger abschließend ihre Erlebnisse vor Gott.
Bildunterschrift: Unterwegs auf den Spuren des Jakobus' machten die Firmlinge aus Rhede verschiedene Gruppenspiele zum Thema Gemeinschaft.




Unterwegs auf den Spuren des Jakobus' machten die Firmlinge aus Rhede verschiedene Gruppenspiele zum Thema Gemeinschaft.